042_Artimino – Der Medici Blick & plötzlich offline

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Meinen Platz fand ich dann endlich in den Hügeln Nördlich von Florenz unterhalb einer Medici Villa. Und, man kann von den Medicis halten, was man will: Sie haben sich nicht an hässlichen Orten niedergelassen. Da die Medicis ihr Florenz keinen Augenblick aus den Augen lassen wollten, hat man von hier den perfekten Blick auf die Stadt in etwa 30km Entfernung. Die Kuppel des Doms ist deutlich zu sehen. Es ist schön, beim Frühstück auf Florenz zu meinen Füßen zu schauen.

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Das erzählte ich gerade Sebastian per Skype, als auf einmal die Verbindung abbrach. Habe hier in Italien einen sehr guten Internetanschluss. In Österreich gibt es die Firma 3, die ihren Kunden anbietet in allen anderen Ländern, in denen es auch 3 gibt, zum Inlandstarif zu surfen. Und das sind 9 Euro im Monat für 10 GB. Ob es gut ist, oder nicht, auf Reisen ständig online zu sein, beim Frühstück WDR 2 oder Deutschlandfunk zu hören, per Skype mit jedem zu telefonieren, ganz wie zu hause, weiß ich nicht.

Ohne Internet könnte ich nicht so lange unterwegs sein, denn ich brauche Mail und Netz, ich arbeite ja ganz normal weiter. Das ist gut. Telefonieren ist gut, gerade, wenn man allein unterwegs ist. Auch mal bei Wikipedia alles über die Medici nachzulesen oder die Öffnungszeiten eines Museums herauszusuchen ist gut. Leider habe ich dann nicht die Disziplin, nicht auch wie zu Hause manchmal stundenlang irgendwelchen Nerd Themen hinterherzulesen.

Das ist das Paradox der langen Reise. Manchmal will man einfach so leben, wie zu Hause. Als ich mit dem Rucksack in den 90ern unterwegs war, hieß das einen Kaffee im Hilton trinken und dazu Hearald Tribune lesen. Oder in Bangkok ein paar Tage die neuesten Kinofilme auf Video sehen. Sich immerzu der umgebenden Welt aussetzen ist auf Dauer sehr anstrengend. Mit einem Internetzugang muss man aufpassen, dass man sich der Außenwelt nicht komplett entzieht. Wie auch immer, ich hatte die 10 GB verbraucht. Mit Hilfe einer netten Ostdeutschen, die für die Österreicher im Callcenter arbeitet und meiner Mutter, die zu Hause online für mich Guthaben nachlud, war die schreckliche Internetlose Zeit, schnell vorbei. Jetzt hab ich Flatrate. Gottseidank.

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