044_Florenz – Mein Viertel & die Pracht

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In einem hübschen Viertel – man könnte es das Köln Lindenthal von Florenz nennen, fand ich einen regulären Parkplatz, den man nicht bezahlen muss, der waagerecht ist und der noch an einem schönen Kanal lag. Nach zwei Tagen war das Viertel um die Via Boccaccio mein Viertel. Mein Café, mein Frisör, mein Teehändler, mein Waschsalon. Es geht schnell sich einzuleben. Und nach Monaten auf dem Land gefiel mir das Gewusel einer größeren Stadt wieder gut. Sobald ich mit dem Rad in der Stadt unterwegs bin, fühlte ich mich eh wie ein Einheimischer. Ich wohnte keine Vierstunde vom Dom entfernt. In etwa so, wie früher in Köln.

In Florenz war ich das letzte Mal vor 21 Jahren mit Sandy. An vieles kann ich mich noch gut erinnern. Damals konnte man auch einfach so in die Uffizien gehen. Gut dass ich das gemacht habe, denn heute stehen vor den Top 5 Museen hunderte von Menschen in der Schlange und warten auf Einlass. Das wollte ich nicht. Florenz ist so voll mit Kunstschätzen. Die Museen und Kirchen der B Kategorie, wären in jeder anderen Stadt absolute Top Angebote.

Das Antikennmuseum hat eine exzellente Ägyptische Ausstellung mit einem original Streitwagen der alten Ägypter.

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Es gibt dutzende Kirchen voller Fresken. In einem Klosterkreuzgang traf ich eine sympathische Britin ende 70 Anfang 80, die an Ihrer Dissertation über Fresken in Kreuzgängen schreibt. Mit Ihrem Mann, der alles im Detail fotografiert ist sie wochenlang hier. Und wenn sie sich nicht um ihre 104 Jahre alte Mutter kümmern müsste, würde sie noch länger bleiben, sagte sie. Ich hätte in Florenz noch einige Museen und Kirchen mehr besucht. Aber es gibt hier aberwitzige Öffnungszeiten: Von 8h15 bis 13h45. Manche Kirchen haben aber auch nur von 16h bis 18h30 auf. Was ich sah, war aber eh schon eine Überdosis an Fresken, Bauten und Geschichte.

Ich mag es auch Touristen zuzuschauen. Auf der Loggia vor dem Palazzo Publico mit Blick auf die Kopie des David sitzen und schauen, wer vorbei läuft.

Vor dem Dom saß ein asiatisches Paar. Um sich herum eine Stadtmauer aus Einkaufstaschen teurer Designerläden. Die Frau machte mit dem Eifon ein Foto: Von einem der frisch gekauften Schuhe.

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Ich besichtigte die Hall of Fame von Florenz: Santa Croce, eine Kirche, in der fast alle berühmten Italiener begraben wurden. Hier kann man auf einen Blick die Gräber von Dante, Michelangelo, Maciavelli, Rossini und Gallileo-Gallilei sehen. Für Berlusconi wäre noch Platz.

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