051 Torre Lappila – Alltag am Strand, Gewitter & Schlangen

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Da ich weiß, dass ich im November für einige Zeit zurück nach Deutschland muss, halte ich es für eine sehr gute Idee, bei 25 Grad in der Sonne zu dösen. Ich bin aber auch fleißig, schreibe endlich mal am Blog und mache Büroarbeit. Es ist so schön, mit direktem Blick aufs Mittelmeer Mails zu schreiben oder zu telefonieren. Hier bleibe ich länger, ein wenig Alltag kehrt ein. Zwischen 9 und 10 aufstehen, Frühstück mit WDR2 und Deutschlandfunk, Zeitung lesen, Mails beantworten. In der Sonne dösen, ab und an mal eine Runde schwimmen oder Rennrad fahren. Es ist hier zwar warm wie bei uns im August, aber das täuscht. Es wird genauso früh dunkel, wie im Spätherbst. Ab 18 Uhr ist Zeit für den Sundowner, danach findet das Leben wegen der fiesen winzigen Mücken im Kögel statt. Essen kochen, Wohnung putzen, spülen. Alltag eben. Das Wetter ist leider nicht stabil sonnig. Abends und Nachts gibt es immer wieder Gewitter, es ist windig. Es ist also nicht das perfekte: Ich mache alle in Deutschland neidisch Wetter. Aber ein bisschen ist es schon so.

Ich schreibe gerade mit nacktem Oberkörper und dem Rauschen der Wellen im Ohr, die vom Sturm heute Nacht noch schön aufgewühlt sind. Hier habe ich auch das heftigste Gewitter erlebt, dass ich in Europa jemals gesehen habe. Ich war gerade mit dem Rad auf dem Weg ins Dorf zum Brot kaufen, als es losging. Gerade noch rechtzeitig kam ich in den Supermarkt. Im Café nebenan konnte ich dann die nächsten 45 Minuten einen Wolkenbruch erleben, der nicht aufhören wollte.

Bilder meines ruhigen, naturverbundenen Lebens.

Mein Strandplatz ist wirklich einsam. Ab und zu kommen Angler vorbei, ein Schäfer hat mich mit seiner Herde besucht.

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Und gerade habe aus dem Fenster des Kögel zwei große schwarze Schlangen gesehen, die träge in der Sonne lagen. Oh, ich sehe gerade, eine sitzt keine drei Meter unter mir draußen auf dem Boden. Als ich vorhin hinging, sprangen sie aber schnell ins Gebüsch.

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Gut zu wissen, dass die Schlangen vor mir Angst zu haben scheinen. Ich habs gegoogelt, bin aber nicht sicher: Ist es eine Äskulapnatter oder eine schwarze Viper? Wer kann mir einen Tipp geben?

Radtouren hab ich von hier aus auch gemacht. Entlang der Küste 50 km. Und zum Metzger und zur Weinkooperative von St. Pancrazio. Da kommt man an der Mercedes Teststrecke vorbei, angeblich die schnellste in Europa. Tester können hier bis 400 km schnell fahren. Hatte mich schon gewundert, was die Straße die im Kreis führt auf der Landkarte soll. Im Café hat mir ein Deutsch- Italiener gesagt, er hätte hier schon massenweise Erlkönige gesehen. Ich bisher nur dicke Mercedes Geländewagen mit gelben Warnlicht auf dem Dach. Abends bei Nacht und Wind, kann man hier am Strand jagende Motorengeräusche hören.

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