102_Sevilla II – Frohe Ostern & Reisepläne

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Frohe Ostern. Auf dem Rückweg zu meinem Parkplatz komme ich noch an der Kathedrale vorbei. Die Tür ist auf, man kommt ohne Eintritt vorbei, muss aber dem Wärter sagen, dass man nicht für einen „Touristic Visit“  herein will. Unglaublich! Es ist die Nacht zu Ostersonntag?

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Aber natürlich bin ich Tourist. Ich habe gelogen. Und das ist gut so. Was für abschaffenswerter Verein die Katholische Kirche doch ist, fällt mir spätestens dann wieder ein, als ich den Bischof sehe, dem ein anderer Kuttenbrunzer (so nannte mein Opa sie gern) das Buch zum lesen der Osterpredigt hinhält. Um ihn herum wuseln linkisch aussehende Männer und Jungs in Frauenkleidern. Klar ist es eindrucksvoll zu sehen, wie ein Bischof mit Mitra und Stab zu Orgelspiel vor einer 14 Meter hohen Monstranz sitzt und die Menge segnet. Das ist deren Geschäft. Religion is Showbusiness, stupid.

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Denken ist nicht erwünscht, man soll ja glauben. Und wenn man sie ließe würden sie auch heute noch agieren, wie die Taliban. Nur weil aufgeklärte Republiken ihnen diesen Zahn gezogen haben, tun sie heute so mild und weise. Würde man sie von der Leine lassen, würden die Bruderschaften sicher schon anfangen Holz für die Scheiterhaufen zu sammeln. Aber was soll man von einer Religion erwarten, deren Hauptsymbol ein zu Tode gefolterter Mann ist.

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Nach der Messe wurden alle Schäfchen von unnachgiebigen Ordnern aus der Kathedrale bugsiert.

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Ich komme am sehr eindrucksvollen Grab von Columbus vorbei und mir fällt der Spruch von Mark Twain ein: „Das Columbus Amerika entdeckt hat, war eine große Leistung. Eine noch größere wäre es gewesen, an Amerika vorbei zu fahren.“

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Heute Mittag, Abschied von Dorothea und Konrad. Sie wollen nach Portugal und dann wieder nach Spanien. Alles in 8 Tagen. Euch eine gute und sichere Reise.

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Da es hier die nächste Woche nur regnen soll, überlege ich auch, weiter zu ziehen. Leider ist die ganze Iberische Halbinsel Regengebiet. Was ist also besser? Regen in der Großstadt, Regen am Meer, Regen auf dem Land oder Regen auf Besichtigungstour. Vielleicht sollte ich es mir ein paar Tage mit einer amerikanischen Serie vor dem Fernseher bequem machen?

Gerade eben Besuch von der Polizei. Ein freundlicher Herr in Blau, fragte ob ich hier allein wohnen würde und ob die Leute im Gelben Kögel meine Freunde wären. Ja allein. Ja, meine Freunde, leider abgereist. Ob denn etwas wäre. Nein alles in Ordnung, ich darf hier auch ruhig stehen. Man wolle nur wissen, wer hier lebt. Kein Problem. Ich finde das sogar beruhigend.

Den Abend über Putzen, spülen Aufräumen. Fühle mich frisch und sauber, will in die Stadt, ins Café. Aber es hört nicht auf zu regnen. Bekomme von Claudia per Whats App einen lustigen Hasen zugeschickt, den ich gleich an alle weiterleite. Und ich bringe der die das Blog auf den heutigen Stand. Jetzt „nur“ noch 1100 Fotos zuordnen, dann kriegen alle eine Einladungs E-Mail.

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