144_Dresden – White Russians & Semperoper

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Dresden liegt auf dem Weg nach Tschechien. Hier war ich schon zu Beginn meiner Reise. Ich merke, wie viel routinierter ich darin geworden bin, einen guten Platz für den Kögel zu finden. Ich bleibe wieder in der Neustadt. Habe ein paar Abende in der Lebowski Bar. Ein Laden in dem „The Big Lebowski“ in Dauerschleife läuft und in dem man natürlich White Russian trinkt. Ich verbringe einen netten Abend mit einer aufgeweckten Piercerin, die aus Hamburg kommt und in Dresden einem Kollegen zur Hand geht. Sie bestätigt meine Kuhnasenring Beobachtung und wünscht sich, dass der Trend aus Sachsen nach Hamburg kommen soll. Das kann ich aus ihrer Perspektive verstehen, aber es wäre nicht gut fürs Hamburger Stadtbild.  Sie beginnt mir von den Wünschen ihrer Kundschaft zu erzählen. Die Sache mit der gespaltent Zunge höre ich noch, als es weiter und tiefer geht, werde ich ganz „squeamisch“ wie der Engländer sagt. Kurz ich will es nicht so genau wissen, wer sich was wohin tackern lässt.  Wir bringen die Unterhaltung ins allgemein historische. Ich erzähle ihr, dass ich irgendwo mal gelesen hätte, dass der Erzherzog Franz Ferdinand von oben bis unten tätowiert gewesen sei. Nur eben an Händen und Gesicht nicht. Die Kugel seines Attentäters in Sarajewo traf ins Auge einer Schlange. Sie erzählt mir, dass es ein Piercing Namens Prinz Albert gäbe. Sie erzählt mir leider auch, was für ein Piercing das ist. Ob der Name vom Coburger Mann der Königin Viktoria stammt, müsste man mal recherchieren.

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Am Abend vorher hatte ich eine Karte für die Semperoper und konnte endlich meinen weitgereisten Sommeranzug zum Einsatz bringen. Mozarts „Die Hochzeit des Figaro.“ Alles sehr eindrucksvoll. Ab und zu sogar lustig. Ein paar schöne Melodien. Wahrscheinlich fehlt mir die Bildung, aber ich kann mit Opern nichts anfangen. Das Schauspielern hindert sie am Singen, das Singen am Schauspielern. Hier bringt man seit ein paar Hundert Jahren zwei Dinge mit viel Aufwand zusammen, die irgendwie nicht zusammenpassen. Das gleiche gilt übrigens für Operetten und Musicals. Nur damit das auch geklärt ist.

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Bevor ich Dresden verlasse, besuche ich die Ostrale, eine Kunstausstellung in einem alten Schlachthof. Nicht ganz so aufregend, wie die Baumwollspinnerei, aber doch sehenswert.

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