149_Olmütz (Olomouc) – Zurück ins alte Kakanien

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Olmütz hält was es verspricht. Eine durch und durch Kakanische Stadt. Die Stadt hat den „zweiten Krieg“ wie man hier sagt, gut überstanden und man braucht wenig Phantasie sich das k.u.k. Leben von 1913 hier vorzustellen. Prächtige Häuser, schöne Cafés und Parks. Kultur, gutes Bier und schweres Essen.

Ich finde einen schönen ruhigen Platz für den Kögel. Das bedeutet: Ein ebener Parkplatz, keine direkten Nachbarn, (ich stehe vor einem kleinen Bürogebäude, auf der anderen Straßenseite ist eine Wiese. ) Die Sonne kann den ganzen Tag meine Solarpanele aufladen. (Ich merke, dass die Tage kürzer werden.) Ich bin in ein paar Minuten auf dem Hauptplatz an der Pestsäule und es gibt keine Parkuhr, die gefüttert werden will.

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In Olmütz gibts diverse Antikläden – meist mit happigen Preisen. Leider haben die Händler auch hier einen Internetzugang und können sehen, was ihr Zeug bei E-Bay bringt. Eine Antikhändlerin, die mir günstig einen neuen Glaskolben für meine Petroleumlampe verkauft, spricht gut Deutsch mir einem ungewöhnlichen Akzent. Ich sage ihr, dass sie gut Deutsch spricht. Sie sagt mir: „Lassen Sie das nicht meine Mutter hören. Die war Österreicherin. Und hier durfte man nach dem zweiten Krieg nur heimlich Deutsch sprechen. Deshalb spreche ich so schlecht.“

 

Die Cafés haben meist W-Lan, so dass ich mir hier keine SIM Karte fürs Internet kaufe. Olmütz ist schön. Die Stadt hat laut einem im Park aufgestellten Schild die meisten Kulturdenkmale nach Prag und ist einfach angenehm lebenswert.  Und die Stadt mag Kultur. Auf dem Rückweg vom Café komme ich an der alten gotischen Kirche vorbei. Ich habe Glück und in einer viertel Stunden beginnt ein Orgelkonzert.

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Ich nehme mir Zeit, meinen Blog auf den neuesten Stand zu bringen, skype mit Freunden und trinke abends gutes Bier zu sehr fleischlastigem Essen. Für Veganer ist Olmütz nicht zu empfehlen. So wie es jetzt aussieht, wird Olmütz der östlichste Punkt meiner Reise sein. Hier ein Foto des denkwürdigen Augenblicks, aufgenommen, als ich aus der Stadt herausfahre.

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